Königsspringer gewinnen in Heek

Die Königsspringer haben im Meisterschaftsspiel der Verbandsklasse einen 4,5:3,5-Sieg beim SC Heek eingefahren. Damit befinden sich die Nordwalder im oberen Drittel der Tabelle und sind auf einem guten Weg, sich frühzeitig den Klassenerhalt zu sichern.

Ludger Holstegge brachte durch einen Figurengewinn die Königsspringer in Führung. In Anbetracht des fulminanten Auftaktsieges seines Mannschaftskollegen nahm Hansjürgen Keller das Remisangebot seines Gegenspielers an. Nachdem Bernd Lerke durch einen Turmgewinn die Nordwalder weiter in Führung brachte, schien der Mannschaftskampf früh entschieden zu sein. Heek schaffte aber durch einen Sieg gegen Andreas Schmalbrock den „Anschlusstreffer“.

Es wurde noch einmal spannend, da nach einem weiteren Remis von Pontus Blomqvist der am Spitzenbrett spielende Josef Hülsmann seine Partie aufgeben musste. Die letzten beiden Partien brachten aber die Entscheidung zugunsten der Königsspringer. Bernhard Hols remisierte in etwas besserer Stellung und Rudolf Steens setzte seine Siegesserie fort. Er gewann bislang alle Partien und zwang auch diesmal seinen Kontrahenten durch Bauerngewinne zur Aufgabe.

Knappe Niederlage gegen Billerbeck

Die Königsspringer verloren ihr Meisterschaftsspiel in der Verbandsklasse gegen den SV Türme Billerbeck mit 3,5:4,5. Damit gaben sie nach der Niederlage gegen Heiden schon ihr zweites Heimspiel mit dem knappsten aller Ergebnisse ab.

Nachdem Hansjürgen Keller schon zum sechsten Mal in dieser Saison seine Partie mit einem Remis beendete überrannte Bernd Lerke am zweiten Brett seinen Gegner sehr schnell in einem Mittelspiel. Andreas Schmalbrock stellte kurz vor der Zeitkontrolle eine Figur ein und verlor die Partie. Am siebten Brett opferte Ludger Holstegge eine Figur für drei Bauern. Eine vertauschte Zugreihenfolge zwang ihn dann zu einem Remis durch Dauerschach.

Matthias Sandmann hatte anfangs ein Remisangebot abgelehnt. In Zeitnot unterlief ihm im Endspiel ein Stellungsfehler der zum Verlust der Partie führte. Am achten Brett konnte Marius Pelzer seine erste Partie in dieser Saison mit einem nie gefährdeten Remis abschließen. Bernhard Hols bekam ein Remisangebot seines Gegners nach der Zeitkontrolle. In ausgeglichener Stellung wartete er gut 30 Minuten seiner Restspielzeit um das Remis anzunehmen.

Am Spitzenbrett hatte Josef Hülsmann einen Mehrbauern. Aber durch trickreiches Spiel seines Gegners musste er eine Qualität gegen zwei Bauern geben. Ein Remis wurde durch Zugwiederholung erreicht und damit war die knappe Niederlage für die Königsspringer besiegelt.

Sieg gegen den Spitzenreiter

Im Meisterschaftsspiel der Verbandsklasse Münsterland besiegten die Königsspringer den Spitzenreiter SF Stadtlohn beeindruckend klar mit 5,5:2,5.

Den Anfang machte Pontus Blomqvist mit seinem Sieg. Kurz danach erhöhte Bernd Lerke sogar auf 2:0, als er seinen Gegner nach nur 21 Zügen zur Aufgabe zwang. Durch Remispartien von Bernhard Hols und Hansjürgen Keller hielten die Königsspringer Stadtlohn weiter auf Distanz. Ludger Holstegge zwang seinen Gegner mit druckvollem Spiel in die Defensive, so dass dieser trotz des Rückstandes seiner Mannschaft auch nur ein Remis erreichte.

Den endgültigen Sieg für die Nordwalder sicherte am Spitzenbrett Josef Hülsmann, der seinen Gegner mit sicherem Stellungsspiel zermürbte. Matthias Sandmann baute mit seinem Sieg die Führung sogar noch aus. Die Stadtlohner erreichten nur noch eine Ergebnisverbesserung, da Lothar Szych in Zeitnot in ein verlorenes Endspiel geriet.

Mit diesem Sieg etablieren sich die Königsspringer in der Verbandsklasse im vorderen Tabellendrittel.

Einsteiger-Cup in Emsdetten

Aus der neu aufgelegten Schach-Anfängergruppe des SKK Nordwalde nahmen vier Kinder am Einsteiger-Cup in Emsdetten teil. Julius Kraft startete als einziger Nordwalder in der zweiten Gruppe, die sich aus Fortgeschrittenen zusammensetzte, die im Turnier ohne Einsatz einer Schachuhr antraten. Ungeschlagen mit 4,5 Punkten aus fünf Partien erreichte er einen hervorragenden zweiten Platz. Nur aufgrund der etwas schlechteren Feinwertung verfehlte er den Turniersieg.

In der dritten Gruppe mit Anfängern, die bislang nur die allgemeinen Schachregeln beherrschen, starteten Elise Brune, Fritz Fleischer und Alexander Holzmann. Alle schlugen sich in dem 22iger Teilnehmerfeld achtbar, wenn man bedenkt, dass der neue Schachkurs erst ein paar Unterrichtseinheiten hinter sich hat.

Elise Brune und Fritz Fleischer erreichten jeweils bei drei Partien ein Remis, während Alexander Holzmann sogar ein Spiel gewinnen konnte und bei zwei Partien ein Unentschieden erreichte. Vor dem Turnier konnte nur einmal am „vollen Brett“ geübt werden. Für unsere ganz „Kleinen“ dürfte das Turnier entsprechende Erfahrung gebracht haben.

Julius Kraft (links) holte den 2. Platz

Königsspringer gewinnen gegen Rheine

Die Königsspringer gewannen ihr Meisterschaftsspiel in der Verbandsklasse gegen den SC KB Rheine II mit 5:3. Damit haben sie wieder Anschluss an das Tabellenmittelfeld gefunden.

Zunächst gab es drei Remispartien von Matthias Sandmann, Ludger Holstegge und Josef Hülsmann. Bernd Lerke brachte mit seinem Sieg die Nordwalder erstmals in Führung. Sein Bauernsturm am Königsflügel führte zum Figurengewinn und diesen Vorteil ließ er sich nicht mehr nehmen. Danach konnte Rudolf Steens seinen Mehrbauern im Endspiel eindrucksvoll zum Sieg verwandeln. Den Mannschaftssieg stellte Uwe Strickmann sicher, der seinen Stellungsvorteil zum Punktgewinn ausnutzte.

Den Rheinensern gelang anschließend noch eine Ergebniskosmetik, da Lothar Szych in aufkommender Zeitnot nicht mehr die beste Verteidigung fand und er seine Partie aufgeben musste. Hansjürgen Keller erzielte nach fünf Stunden Spielzeit in einem Läuferendspiel noch ein Remis.

Halbfinalsieg im Viererpokal

Der SKK Nordwalde gewann das Halbfinale des Viererpokals gegen Rochade Emsdetten mit 2,5:1,5. Die Emsdettener traten mit zwei Spielern aus ihrem Regionalligakader an, so dass sie nach der Papierform favorisiert waren.

Till Diepenbrock holte schon früh den ersten Punkt für die Nordwalder. Mit den schwarzen Steinen konnte er einen unparierbaren Königsangriff starten dem sein Gegner nicht entrinnen konnte. Matthias Sandmanns Königsinder schien völlig schief zu laufen. Sein schwarzer Läufer war eine Ruine. Sein Gegner gab aber durch zu schnelles Spielen die gewonnene Partie noch aus der Hand.

Die Königsspringer führten nun 2:0 und nach Berliner Wertung stand es 5:0. Die Emsdettener mussten also beide Partien gewinnen. Bernd Lerke nutzte diesen Umstand und wickelte in ein remisliches Turmendspiel ab. Im 40. Zug konnte er gegen den verdutzten Gegenspieler dreimalige Stellungswiederholung reklamieren, was Remis bedeutete. Damit war der Gesamtsieg sichergestellt. Der Gegner von Lothar Szych spielte trotzdem weiter. Nach 4,5 Stunden musste Lothar in eine Niederlage einwilligen.

Im Parallelspiel spielte Rochade Emsdetten II gegen den SC Steinfurt. Die Steinfurter gewannen ebenfalls mit 2,5:1,5. Die Auslosung hat ein Endspiel in Steinfurt am 7.1.2024 ergeben.

Niederlage gegen die Indische Dame

In der dritten Runde der Verbandsklasse unterlagen die Königsspringer in Münster gegen die Mannschaft der Indischen Dame mit 2,5:5,5.

Am siebten Brett verlor Reinhold Stricker im Mittelspiel eine Figur. Als sein Gegner danach mit seinen Doppeltürmen in seine Königsstellung einbrach, musste er die Partie aufgeben. Pontus Blomqvist wurde mit dem Königsgambit konfrontiert. Er opferte zwei Bauern für eine Figur. Bei seinen Angriffsbemühungen übersah er ein Abzugsschach, was den Verlust der Partie bedeutete. Am Brett zwei konnte Bernd Lerke mit den schwarzen Steinen ausgleichen und seinem Gegner eine Falle stellen. Dieser tappte hinein und ein Einbahnstraßenspiel auf den weißen König führte zum Sieg.

Andreas Schmalbrock wurde im Mittelspiel ausgekontert und der folgende Figurenverlust zwang ihn zur Aufgabe der Partie. Am fünften Brett hatte es Hansjürgen Keller mit einem schwerblütigen Leichtfigurenendspiel zu tun. Beide Bauernstellungen hatten sich derart verkeilt, so dass man sich auf ein Remis einigte. Josef Hülsmann hatte am Spitzenbrett seine Partie jederzeit im Griff. Ein taktischer Einschlag brachte ihm einen Figurengewinn worauf sein Gegner in die Niederlage einwilligte.

Bernhard Hols verlor in aufkommender Zeitnot eine Figur, die er durch eine Unachtsamkeit seines Gegenspielers zurückgewinnen konnte. Seine offene Königsstellung und die gegnerischen Mehrbauern konnte er nicht mehr kompensieren, so dass er die Partie aufgeben musste. Am Brett vier hatte es Matthias Sandmann auch mit einem aufgerückten Mehrbauern seines Gegners zu tun. Seine beengte Stellung im Turmendspiel war zum Schluss nicht mehr zu halten, so dass auch er die Partie aufgab.

A-B-C-Pokalspiele auf Bezirksebene

Beim SC Steinfurt wurden die Halbfinal- und Finalspiele im A-B-C-Pokal auf Bezirksebene ausgetragen. Der SKK Nordwalde war im A-Pokal mit Bernd Lerke und im B-Pokal mit Hansjürgen Keller vertreten.

Bernd Lerke glückte die Titelverteidigung gegen Maximilian Bahr (SC Rochade Emsdetten). Er und sein Gegner sind für die Pokalspiele auf Verbandsebene qualifiziert. Mit den schwarzen Steinen konnte Bernd gegen 1. b4 eine sehr aktive Stellung bekommen. Die Drohung eines erstickten Matts durch ein Springer-Dame-Duo zwang den Gegner im 31. Zug zur Aufgabe.

Hansjürgen Keller verlor im Halbfinale des B-Pokals durch Fesselung mit Figurenverlust gegen Noah Plotz (SC Steinfurt).

Neuer Anfängerkurs beginnt am 2.11.2023

Der SKK Nordwalde bietet wieder einen neuer Schachkurs für Anfänger an. Der Kurs richtet sich hauptsächlich an Grundschulkinder, die Interesse haben, das Schachspiel zu erlernen. Schach fördert den Geist, schult die Konzentrationsfähigkeit der Kinder und ist gleichzeitig ein spannendes Strategiespiel.

Der neue Kurs unter Leitung der Jugendabteilung des SKK Nordwalde beginnt am 2. November 2023, und findet jeweils donnerstags in der Zeit vom 18.00 Uhr – 19.00 Uhr im Schießkeller der Wichernschule in Nordwalde, Barkhof 52, statt. Den Kindern wird die Möglichkeit geboten, das Anfängerwissen mit einem sogenannten Bauerndiplom beurkunden zu lassen. Es wird keine Teilnahmegebühr erhoben und der Kurs ist auch nicht mit einer automatischen Vereinsmitgliedschaft verbunden.

Anmeldungen bitten wir an den Jugendwart, Andreas Schmalbrock, per Mail: Jugendwart@skknordwalde.de bis zum 31. Oktober zu senden. Gern kann man auch telefonisch den Vorstand kontaktieren . Kontaktdaten auf dieser Homepage unter: Über uns/Ansprechpartner.

SKK Nordwalde – SV Heiden 3,5:4,5

Da es keinen eigenen Bericht über diesen Mannschaftskampf gibt,  habe ich den Bericht von der Homepage des SV Heiden kopiert.

SKKN I – SV Heiden I am 23.9.2023
(Bericht von der Homepage des SV Heiden 1962)

Man hätte fast die Steine In Heiden von Nordwalde vom Herzen fallen hören können, so sehr erleichtert war Frank, als Hermann dank einer grandiosen kämpferischen Leistung seine Partie doch noch Remis hielt und somit den Heidener Sieg sicherte.

Mit so viel Spannung hatte kaum noch einer gerechnet, hatte es doch nach etwa 4 Stunden 4 – 1 gestanden und Franks Stellung sah derart nach Remis aus, so dass der zweite Sieg im zweiten Spiel für die Erste nur noch eine Frage der Zeit schien. Doch gleichfarbige Läuferendspiele sind eben im Gegensatz zu Endspielen mit ungleichfarbigen Läufern nicht automatisch Remis. Frank agierte am Ende der Partie sehr sorglos im Gegensatz zu seinem Gegner, dem es tatsächlich gelang, dieses Bauernendspiel zu gewinnen. Zurück blieb ein fassungsloser Frank. (Rudolf Steens)

Doch der Reihe nach. Der Kampf begann für Heiden sehr verheißungsvoll. Adrian, der erst am Freitagabend von Hermann angefragt wurde, führte die schwarzen Steine. Sein Gegner hatte sich bei einer Kombination verrechnet und so hatte Adrian eine Figur mehr. Diesen Vorteil ließ sich Adrian nicht mehr nehmen. Nach einem weiteren Qualitätsgewinn gab sein Gegner auf. (Pontus Blomqvist)

Als zweites remisierte Alfred am dritten Brett. In der Schlussstellung hätte Alfred zwar einen Bauern gewinnen können, doch dies hätte enormes Gegenspiel und gute Chancen für seinen Gegner bedeutet. Daher bot Alfred Remis, was sein Gegner annahm. (Matthias Sandmann)

Die vermeintliche Entscheidung zu Gunsten von Heiden fiel dann am 6. Brett durch Jonas. Dieser hatte in der Eröffnung fehlgegriffen und den b7 Bauern verloren inklusive vorteilhafter Stellung für seinen Gegner („In dieser Eröffnung passiert mir das so oft“, so Jonas Kommentar kopfschüttelnd nach der Partie). Aber Jonas spielte ganz ruhig weiter und so gelang es ihm, sich zunächst aus der Umklammerung zu lösen und schließlich einen erfolgreichen Angriff zu starten. (Ludger Holstegge)

Ein weiteres Remis steuerte Gerd bei, der sich in ausgeglichener Stellung und in Anbetracht des Spielstandes mit seinem Gegner auf die Punkteteilung einigte. (Hansjürgen Keller)

Denn kurz darauf bestätigte sich durch Norbert, was sich lange abgezeichnet hatte. Norbert hatte schon früh die offene a Linie mit beiden Türmen besetzt und war auch dadurch derjenige mit viel mehr Aktivität. Dies führte dann zu Bauern Gewinnen. Norbert wickelte ins Endspiel ab und gewann souverän seine Partie. (Andreas Schmalbrock)

Somit stand es wie anfangs beschrieben 4 – 1 für Heiden. Aber die Nordwalder gaben sich noch längst nicht geschlagen und nach der unnötigen Niederlage von Frank lag ein 4 – 4 in der Luft.

Denn Niklas hatte inzwischen ein Endspiel mit einem Minus Bauern auf dem Brett. Diesen minimalen Vorsprung reichte seinem Gegner, um sicher zu gewinnen. (Bernd Lerke)

Somit kam es zum Showdown am Spitzenbrett. Hier sah es lange Zeit sehr ausgeglichen aus mit möglicherweise sogar leichten Stellungsvorteilen für Hermann. Doch beim Übergang ins Endspiel agierte sein Gegner sehr geschickt und phantasievoll. Und schließlich war eine Stellung entstanden in der Hermann Turm, Läufer und einen Randbauern hatte und sein Gegner Turm, Springer und zwei Bauern. Außerdem hatte sein Gegner den vermeintlich aktiven König. Doch Hermann hatte den a Bauern und einen Plan. Und tatsächlich gelang es ihm, durch das zwingende Tauschen der Türme im richtigen Moment die Partie doch noch ins Remis abzuwickeln. (Josef Hülsmann)

Somit stand der 4,5 – 3,5 Sieg fest und die Erleichterung bei allen, aber besonders bei Frank war riesen groß. Hermann hatte es mal wieder geschafft durch sein taktisches Gespür den Mannschaftskampf zu retten.