Schach in Zeiten von Corona

Liebe Schachfreunde,

den nachfolgenden Pressebericht habe ich zu Eurer Kenntnis aus den Westfälischen Nachrichten übernommen. Der Bericht, in dem auch unser Schachkollege Hansjürgen Keller zu Wort kommt, gibt Aufschluss über die derzeitige Situation im Schachsport in Zeiten von Corona.

Auch bei den Königsspringern wird seit Anfang März wieder online Schach gespielt. Neben der Online-Vereinsmeisterschaft mit der Zeitvorgabe 30 + 10 wird einmal wöchentlich ein Schnellschacht/Blitzturnier ausgetragen. Auf diese Weise bleiben wir trotz Corona weiter in Verbindung.

Ich möchte Euch noch darauf hinweisen, dass die diesjährige Jahreshauptversammlung und der Maigang wie im letzten Jahr auf den September verschoben werden. Ich hoffe, dass wir uns dann wieder wie gewohnt treffen können.

Gruß Reinhold

WN : 10.04.2021 – Lokalteil Greven

Schach erfreut sich neuer Beliebtheit
Per Maus den Bauern verschieben

Mannschaftssport fällt aus, das Training findet nicht statt, die Fitnessstudios haben geschlossen. Aber nicht jedem Sport geht es durchweg schlecht – Schach erfreut sich neuer Beliebtheit. Auch bei den Jugendlichen. Aktuell müssen viele auf das Online-Angebot ausweichen.

Von Luca Pals

(Bild von André Röwekamp)

André Röwekamp spielt seit jüngsten Jahren Schach. Seit April 2017 ist er im Vorstand der Reckenfelder Schachfreunde. In der Corona-Zeit verlagert sich vieles, was zuvor in Präsenz stattgefunden hat, ins Internet. Foto: Luca Pals

„Blitz-Schach“ heißt die Spielart, die André Röwekamp gegen seinen Gegner spielt – drei Minuten für jeden Spieler, pro Zug gibt es zusätzliche Zeit: „Das geht enorm schnell“, sagt der 33-Jährige aus dem Vorstand der Reckenfelder Schachfreunde – „und es macht sehr viel Spaß.“ Vieles, was vor Corona in geselliger Runde stattfand, wird nun ins Internet verlegt. So auch beim Königsspiel, das sich in den vergangenen Jahren an neuer Beliebtheit erfreute. Gleiches kann Hans-Jürgen Keller bestätigen: „Schach ist im Kommen.“

Das ist auch in der Welt der Streaming-Dienste zu spüren. Die Serie „Das Damengambit“ kam 2020 raus und wurde zum Renner bei Netflix. Schach findet in der Öffentlichkeit also wieder statt, Keller weiß von einem Verkäufer, dem bereits die Schachbretter ausgegangen sind und sagt: „Gerade im Online-Bereich ist das Angebot sehr vielfältig.“ Der Vorteil: „Schach kann am Computer eins zu eins abgebildet werden. Das geht bei anderen Sportarten nicht.“ Trotzdem würde die Geselligkeit bei Turnieren und wöchentlichen Trainingsstunden fehlen, sagt der 69-Jährige, der seit 30 Jahren in Greven wohnt, seinem Stammverein, der SKK Nordwalde aber weiterhin die Treue hält.

Das Drumherum ist auch für Röwekamp ein Reiz, der nun fehlt: „Wir trainieren einmal die Woche, am Freitagabend gibt es den Senioren-Schach-Abend im katholischen Pfarrheim in Reckenfeld und unsere beiden Mannschaften spielen in der Verbands- und Bezirksklasse mit.“ Dass alles fällt weg, 21 Erwachsene und 14 Kinder und Jugendliche zählen die Schachfreunde Reckenfeld: „Natürlich hat man da die Sorge, dass die Jugend abspringt“, sagt Röwekamp, der im April 2017 in den Vorstand des Vereins eintrat und seitdem eine Bewegung feststellen konnte: „Damals hatten wir weniger Jugendliche, in den letzten Jahren konnten wir durch AGs und Turniere an Schulen einige dazugewinnen.“

Stichwort Schule: An manchen in Deutschland gab es bereits ein eigenes Unterrichtsfach zum Spiel mit Dame, Bauer, König und Springer.

Über die Gründe des gestiegenen Interesses mag Röwekamp nur mutmaßen: „Es kann nicht nur an Corona liegen, weil diese Bewegung schon vor der Pandemie begonnen hat. Manche Dinge kommen einfach mit den Jahren wieder.“ Keller meint: „Viele sind im Home-Office, wenige fahren in den Urlaub und entdecken mit der Zeit neue Dinge oder alte Hobbys für sich wieder.“

Normalerweise trainiert sein Verein in einem Seniorenheim in Nordwalde. Aufgrund von Corona ist daran natürlich nicht zu denken, auch in Schulen oder den ansonsten üblichen Lokalen können die Runden erst einmal nicht ausweichen. Keller zuckt mit den Achseln: „Vielleicht wenn ein Großteil geimpft ist.“

Er selber kann für Schach nur werben: „Der Sport ist so vielfältig, die Möglichkeit an Zügen sind unbegrenzt und eine Partie über vier Stunden ist natürlich auch sehr anstrengend und fordernd.“ Als Kind lernte er die ersten Züge vom Vater, beim Umzug nach Nordwalde trat er in den lokalen Verein ein, kümmert sich um die Pressearbeit und leitet das Jugendtraining. Der Effekt gerade im gehobenen Alter ist dieser: „Schach fordert und fördert natürlich das Gehirn enorm – da bleibt man frisch.“

Röwekamps Faszination sieht ähnlich aus: „Schach ist spannend, komplex und nervenaufreibend. Das Vorurteil, dass wir alle nur Nerds sind kann ich absolut nicht bestätigen.“ Neben Fußball beim SC Reckenfeld gehörte Schach immer schon dazu: „Mein Vater, Helmut Röwekamp, war 24 Jahre im Vereinsvorstand. Ich bin quasi mit Schach aufgewachsen und groß geworden.“ Die Kombination aus Fußball und Schach sei optimal gewesen: „Das Brettspiel hat mich nach dem Fußballtraining immer auch ein bisschen beruhigt.“

Deswegen hofft auch er, dass bald wieder die Möglichkeit in Präsenz zusammen zu kommen, gegeben sein kann.

Solange werden sie noch weiterspielen – unter anderem auf der kostenlosen Internetplattform Lichess. Hier kann gegen anonyme oder bekannte Personen gespielt werden. Die Seite bietet mittlerweile rund 20 Spielklassen mit Auf- und Abstiegen sowie für Neueinsteiger die passenden Schachgrundlagen und Tipps und Tricks zu Training und Taktik. Eben alles dabei – nur online.

Emsdettener Stadtmeisterschaft mit Keller und Schmidt

Das Internetschach boomt in Coronazeiten. Neben überregionalen Veranstaltungen findet in unserer Region die „Offene Sparkassen Stadtmeisterschaft Emsdetten 2021“ statt. Veranstaltet wird das Turnier vom Schachclub Rochade Emsdetten. Jeweils am Freitagabend spielen 44 Teilnehmer in neun Runden den Stadtmeister aus.

Die Bedenkzeit mit 30 Minuten + 10 Sekunden Inkrement gibt auch Spielern, die nicht das Blitzschach bevorzugen, eine Plattform. Garniert wird das Turnier auch durch einen Preisfond für die drei Erstplatzierten sowie von drei Ratingpreisen. Für den SKK Nordwalde sind Hansjürgen Keller und Ralf Schmidt am Start. Die Stadtmeisterschaft beginnt am 05. März.

Keller und Schmidt spielen in der Deutschen Schach-Online-Liga

Der Corona-Lockdown zwingt auch den Schachsport dazu, vorerst wieder ausschließlich auf die Angebote im Internet zurückzugreifen. Der Deutsche Schachbund veranstaltet eine zweite Auflage der „Deutschen Schach-Online-Liga (DSOL 2021)“ und gibt allen interessierten Vereinen die Gelegenheit, an bundesweiten Mannschaftskämpfen teilzunehmen.

Da der SKK Nordwalde für diesen Wettbewerb selbst keine Mannschaft gemeldet hat, haben sich Hansjürgen Keller und Ralf Schmidt für die Dauer des Turniers dem Eckernförder Schachclub als Gastspieler angeschlossen. Die Spiele mit jeweils 45 Minuten Bedenkzeit finden im ersten Quartal 2021 statt.

Der Schachklub aus dem hohen Norden feiert übrigens in diesem Jahr sein 100-jähriges Bestehen!

Trainingsbetrieb vorerst wieder eingestellt

Liebe Vereinsmitglieder,

nachdem wir Anfang September in der CDU Zukunftsschmiede den Trainingsbetrieb wieder aufnehmen konnten, kehrte wieder ein wenig Normalität in unser Vereinsleben ein. Leider zwingen uns die ab dem 2. 11. 2020 geltenden Einschränkungen im Zuge des erneuten Corona-Lockdowns dazu, den Trainingsbetrieb bis vorerst Ende November einzustellen. Sobald sich Änderungen ergeben, werden wir Euch unverzüglich informieren.

JHV und Herbstgang der Königsspringer

Der Schachklub Königsspringer Nordwalde hielt jetzt seine Jahreshauptversammlung ab, die im Frühjahr aufgrund der Coronakrise ausfallen musste. Die Wahl des Vorstandes brachte keine großen Veränderungen. Erster Vorsitzender ist weiterhin Reinhold Stricker und sein Stellvertreter ist Ralf Schmidt. Wiedergewählt wurden auch Hansjürgen Keller als Kassierer und Bernd Lerke als Spielleiter. Auch der Jugendwart Andreas Schmalbrock wurde von der Hauptversammlung in seinem Amt bestätigt. Lediglich beim Amt des Pressewartes gab es eine Veränderung. Für Ralf Schmidt wurde Hansjürgen Keller zum Pressewart gewählt.

In der Versammlung wurde auch über die Entscheidungen auf Verbands- und Bezirksebene über das weitere Vorgehen nach Einstellung des Spielbetriebs im März berichtet. Die Saison 2019/2020 wird um ein Jahr verlängert und endet jetzt im Sommer 2021. Bis dahin müssen die noch ausstehenden Mannschaftskämpfe ausgetragen werden. Der Verein hat nach langer Coronapause seinen Trainingsbetrieb für Jugendliche und Erwachsene wieder aufgenommen. Statt im St. Augustinus Altenzentrum wird jetzt in der CDU Zukunftsschmiede gespielt.

von links: Hansjürgen Keller, Reinhold Stricker, Bernd Lerke,        Ralf Schmidt, Andreas Schmalbrock

Im Anschluss an die Jahreshauptversammlung fand als Ersatz für den im Frühjahr ausgefallenen Maigang ein „Herbstgang“ statt. Nach dem üblichen feucht-fröhlichen Gang durch die Ortschaft fand das anschließende Grillen wieder am Schießkeller an der Wichernschule statt.

Die rund 20 Teilnehmer (Vereinsmitglieder mit Anhang) ließen dann den Tag bei gekühlten Getränken und leckeren Essen ausklingen.

Wiederaufnahme des Trainingsbetriebs

Nach Genehmigung des Hygienekonzeptes durch die Gemeinde Nordwalde kann bei den Königsspringern Nordwalde wieder vorsichtig der Trainingsbetrieb aufgenommen werden. Allerdings können aufgrund der Corona-Pandemie zumindest mittelfristig nicht die gewohnten Räumlichkeiten im St. Augustinus Altenzentrum genutzt werden.

Es erfolgt ein Umzug in die K+K-Passage in Nordwalde. Dort hat der CDU Ortsverband den Königsspringern die Räumlichkeiten der CDU Zukunftsschmiede zur Verfügung gestellt. Adresse: CDU Zukunftsschmiede, Felix-Fraling-Straße 14.

Hier findet ab sofort jeden Freitag das Vereinstraining statt. Los geht es jeweils ab 19.00 Uhr mit dem Jugendtraining. Anschließend können die Senioren bis zur Schließung der K+K-Passage um 22.00 Uhr ihr Training abhalten. Das erste Training findet am kommenden Freitag (04. September) statt.

Hygiene_Konzept_SKK_Nordwalde

Schach trotz Coronavirus

Liebe Vereinsmitglieder,

der SKK macht aufgrund der Corona-Einschränkungen aus der Not eine Tugend und ist ab sofort jeden Dienstag auf der Online-Plattform „Lichess“ vertreten. Abgeschirmt durch ein Passwort, das beim Vorstand erfragt werden kann, sind alle Vereinsmitglieder herzlich eingeladen, an diesem virtuellen Vereinsabend teilzunehmen. Beim letzten Mal haben wir ein einstündiges Schnellschachturnier mit einer Bedenkzeit von 7 Minuten durchgeführt. Mit fünf Teilnehmern beim Ersteinstieg wurde ein Grundstock gelegt, der natürlich ausbaufähig ist.

Till kam mit den neuen Bedingungen sofort glänzend zurecht und holte sich den goldenen Lorbeerkranz als Sieger. Erfreulich, dass mit Uwe Strickmann sofort ein „Rheinländer“ dabei war, da unsere auswärtigen Mitglieder sonst selten die Möglichkeiten finden, am Vereinstraining teilzunehmen. Alle Beteiligten fanden den Einstieg gelungen und wünschenswert, denn Corona wird uns noch einige Zeit begleiten und durch das Onlinechess bleibt ein gewisser Kontakt erhalten. Mit der Bedenkzeit von 7 Minuten wird hoffentlich auch den Mitgliedern Rechnung getragen, die nicht beim „Blitzen“ ihr Schachglück finden und es lieber etwas ruhiger angehen lassen.

Auswirkungen des Coronavirus auf das Vereinsleben

Liebe Vereinsmitglieder,

das Coronavirus dominiert auch weiterhin die täglichen Schlagzeilen. Der Lockout wird wahrscheinlich Ende April unter bestimmen Auflagen gelockert, aber eine Rückkehr in die Normalität ist noch nicht absehbar. Daher ist auch weiterhin der Spielbetrieb unterbrochen. Wir sehen uns außerdem dazu gezwungen, sowohl die Jahreshauptversammlung am 15. Mai als auch den für den 16. Mai geplanten Maigang auf unbestimmte Zeit zu verschieben.

Sobald sich Änderungen ergeben, werden wir Euch unverzüglich informieren. Der Vorstand wünscht allen Mitgliedern und ihren Familien ein frohes Osterfest und bleibt gesund.

Auswirkungen des Coronavirus auf den Spielbetrieb

Es wurde uns mitgeteilt, dass die Räumlichkeiten im St. Augustinus Altenzentrum bis auf weiteres nicht mehr für externe Veranstaltungen zur Verfügung stehen. Das bedeutet für uns, dass wir für unbestimmte Zeit kein Spiellokal mehr haben werden. Unser Training und das Jugendtraining fallen bis auf weiteres aus. Vereinsmeisterschaft und Vereinspokal  werden ausgesetzt und zu einem späteren Zeitpunkt fortgeführt. Inwieweit wir auf andere Räumlichkeiten ausweichen können, ist noch nicht geklärt.

Gleichzeitig bittet die Nordwalder Bürgermeisterin alle Vereins- und Verbandsvorstände, alle nicht unbedingt notwendigen Veranstaltungen ihres Verantwortungsbereiches der Monate März und April abzusagen. Dieser Bitte haben wir entsprochen und haben den für den 22.3.2020 geplanten Einsteiger-Cup für Schüler und Jugendliche abgesagt. Ebenfalls musste der SKK Nordwalde als Ausrichter die
Bezirkseinzelmeisterschaften aussetzen. Die Runden werden zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt.

Mühevoller Sieg für die Königsspringer

Der SKK Nordwalde spielte in der siebten Runde der Verbandsliga Münsterland gegen Ibbenbüren I.
Obwohl die Nordwalder gegen den Tabellenletzten der Verbandsliga als Favorit galten, wurde es ein schwerer und zum Schluss ein spannender Kampf. Nachdem die Königsspringer durch Niederlagen mit zwei Punkten im Rückstand lagen, gewannen sie nach einer starken Energieleistung schließlich doch noch mit 4,5:3,5.

Am ersten Brett konnte Bernd Lerke den Druck seines Gegners abwehren und in ein Remis abwickeln.
Ralf Schmidt spielte eine für ihn neue Eröffnungsidee, ein Gambit und konnte ebenfalls einen halben Punkt beisteuern. Danach wendete sich das Blatt erst einmal gegen die Nordwalder. Rudolf Steens kam nach solider Eröffnung vom sicheren Pfad ab und verlor im Endspiel durch einen Figureneinsteller seine Partie. Ludger Holstegge wurde von seinem Gegner überspielt und musste ebenfalls seine Partie verloren geben. Mit zwei Punkten Rückstand drohte im so wichtigen Kampf gegen den Abstieg eine Niederlage.

Hansjürgen Keller spielte seine Eröffnung wie gewohnt sicher, konnte aber aus einer überlegenen Mittelspielstellung kein Kapital schlagen, so dass die Partie mit einem Remis endete. Jetzt hing alles von den letzten drei Partien ab. Am vierten Brett zeigte Bernhard Hols einen mutigen Angriff. Hierbei konnte er eine Qualität gewinnen und schließlich damit auch die Partie für sich entscheiden. Manfred Kasubke konnte am dritten Brett seinen Gegner nach einer starken Energieleistung überspielen und die Partie gewinnen. Die Partie des Tages spielte Matthias Sandmann, der ein Remisangebot seines Gegenspielers ausschlug. Er setzte bei ungleicher Materialverteilung voll auf Sieg und holte diesen auch.

Damit war der Mannschaftskampf noch siegreich für die Königsspringer ausgegangen. Mit nunmehr 7:7 Punkten liegt die Mannschaft zwei Runden vor Schluss im gesicherten Mittelfeld der Tabelle. Falls es aber aus den NRW-Klassen Absteiger in den Verband Münsterland gibt, könnten mehr als zwei Mannschaften absteigen, so dass man noch nicht endgültig gerettet ist.