Bernd Lerke Vizemeister im Blitzschach

In Steinfurt wurde die Bezirkseinzelmeisterschaft im Blitzschach ausgetragen. Zwölf Spieler aus dem Schachbezirk Steinfurt nahmen an dem Turnier teil.

Sieger wurde Simon Hiller (SC Rochade Emsdetten). Den zweiten Platz belegte Bernd Lerke von den Königsspringern mit 9,5 von 11 möglichen Punkten vor Helmut Stöckmann (SC Steinfurt). Lothar Szych, der ebenfalls für die Königsspringer startete, belegte den 10. Platz.

Zweite Mannschaft spielt Remis in Rheine

Im ersten Meisterschaftsspiel nach der langen Coronapause musste die Zweitvertretung des SK Königsspringer Nordwalde in der Bezirksklasse gegen CC Rheine antreten. Die Königsspringer erreichten in diesem Auswärtsspiel ein 2:2 Unentschieden.

Der Mannschaftskampf begann mit einer Punkteteilung. Reinhold Stricker einigte sich mit seinem Gegner in ausgeglichener Stellung auf Remis. Den ersten vollen Punkt für die Nordwalder holte Günter Sandmann. Nach einem Schlagabtausch hatte er mit seiner Dame gegen den Turm des Gegners Vorteile, die er zum Sieg nutzen konnte.

Dieter Otte hatte am ersten Brett einen schweren Stand gegen seinen nominell stärkeren Gegner. Dieser hatte mit drei Mehrbauern im Endspiel keine Mühe, die Partie für sich zu entscheiden. Am dritten Brett verlor Rudolf Steens durch eine Unachtsamkeit schon früh einen Turm. Sein Gegner machte dann aber auch einen Fehler und verlor eine Figur. Die Partei endete schließlich durch Dauerschach mit einem Remis.

Jan Pferdekamp ist neuer U12-Bezirksmeister

Einen tollen Erfolg für die Königsspringer landeten die beiden Jugendspieler Jan Pferdekamp und Bent Schelhowe. Mit den beiden ersten Plätzen in der Altersklasse U12 ist nach langer Zeit wieder ein Titel nach Nordwalde gegangen. Jan blieb mit drei Siegen und drei Remis ungeschlagen und wurde Bezirksmeister. Damit qualifizierte er sich für die Verbandseinzelmeisterschaft im Januar. Bent konnte am letzten Spieltag mit zwei Siegen seine Bilanz noch verbessern und belegte den zweiten Platz.

Von links: Jan Pferdekamp, Bent Schelhowe

Königsspringer verlieren gegen Saerbeck

Im ersten Meisterschaftsspiel nach der langen Coronapause musste der SKK Nordwalde in der Verbandsliga gegen SC Falke Saerbeck antreten. Die Königsspringer verloren ihr Heimspiel gegen den Aufstiegsfavoriten aus Saerbeck mit 2,5:5,5.

Die Nordwalder mussten krankheitsbedingt auf drei Stammspieler verzichten. Die ersatzgeschwächte Mannschaft hatte dann noch die kurzfristige Absage eines Spielers zu verkraften und lag schon zu Beginn mit 0:1 hinten. Die erste Niederlage am Brett musste Andreas Schmalbrock hinnehmen. Sein Springer verirrte sich im feindlichen Hinterland. Figuren- und Partieverlust war die Folge. Matthias Sandmann verlor am ersten Brett in einer unkonventionellen Partie im Mittelspiel. Danach konnte Rudolf Steens mit einem Sieg im Leichtfigurenendspiel verkürzen.

Ersatzmann Günter Sandmann übersah im Mittelspiel ein zweizügiges Matt. Damit stand es 4:1 für Saerbeck. Die Niederlage für die Königsspringer wurde amtlich als Bernd Lerke seine optische Überlegenheit nur in einen halben Punkt umwandeln konnte. Danach verkürzte Manfred Kasubke mit seinem Sieg noch um einen vollen Punkt. Zum Abschluss aber verdarb Bernhard Hols seine gewonnene Stellung noch in Zeitnot.

Nun müssen die Nordwalder im November in Gescher die ersten Mannschaftspunkte anstreben.

JHV und Herbstgang der Königsspringer

Der Schachklub Königsspringer Nordwalde hielt jetzt seine Jahreshauptversammlung ab. Die Wahl des Vorstandes brachte einige Veränderungen. Erster Vorsitzender ist weiterhin Reinhold Stricker. Sein bisheriger Stellvertreter Ralf Schmidt stand für eine Wiederwahl nicht mehr zur Verfügung. Für ihn wurde Matthias Sandmann zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Wiedergewählt wurden Bernd Lerke als Spielleiter und Hansjürgen Keller als Kassierer. Auch der Jugendwart Andreas Schmalbrock wurde von der Hauptversammlung in seinem Amt bestätigt. Lediglich das Amt des Pressewartes, für das Hansjürgen Keller nicht mehr zur Verfügung stand, konnte nicht besetzt werden. Man einigte sich darauf, dass die Pressearbeit vorübergehend von den Mannschaftsführern und dem ersten Vorsitzenden übernommen wird.

Der Verein hat nach der langen Coronapause seinen Trainingsbetrieb für Jugendliche und Erwachsene wieder aufgenommen. Statt im St. Augustinus Altenzentrum wird jetzt in der Wichernschule gespielt. Der Spielbetrieb im Schachverband und im Schachbezirk wird Anfang Oktober unter Cornabedingungen wieder aufgenommen. Die erste Mannschaft spielt in der Verbandsliga Münsterland. Die zweite Mannschaft tritt in der 2. Bezirksklasse des Schachbezirks Borken an.

von links: Hansjürgen Keller, Matthias Sandmann, Reinhold Stricker, Andreas Schmalbrock, Bernd Lerke

Im Anschluss an die Jahreshauptversammlung fand als Ersatz für den auch in diesem Frühjahr ausgefallenen Maigang wieder ein Herbstgang statt. Nach dem üblichen feucht-fröhlichen Gang durch die Ortschaft fand das anschließende Grillen wieder am Schießkeller an der Wichernschule statt.

Die rund 20 Teilnehmer (Vereinsmitglieder mit Anhang) ließen dann den Tag bei gekühlten Getränken und leckeren Essen ausklingen.

Wiederaufnahme des Trainingsbetriebs

Liebe Schachfreunde,

nach der langen Pause aufgrund der Corona-Pandemie kann bei den Königsspringern wieder der Trainingsbetrieb aufgenommen werden. Allerdings können wir zurzeit noch nicht in die gewohnten Räumlichkeiten im St. Augustinus Altenzentrum zurückkehren.

Wir verlegen den Trainingsbetrieb ab sofort in den Schießkeller in der Wichernschule. Es ändert sich nicht nur der Ort, sondern auch der Wochentag. Unser Spielabend ist jetzt der Donnerstag. Beginn um 19.30 Uhr.

Ich möchte Euch noch den Termin für die diesjährige Jahreshauptversammlung und den anschließenden Herbstgang mitteilen. Es ist Samstag der 11. September 2021. Eine schriftliche Einladung werdet Ihr noch erhalten.

Gruß Reinhold

Online-Vereinsmeisterschaft beendet

Auch der SKK Nordwalde hat bedingt durch die Corona-Pandemie die Vereinsaktivitäten ins Internet auf die Lichess-Plattform ausgelagert. Neben wöchentlichen Schnellschachturnieren wurde auch eine Online-Vereinsmeisterschaft ausgerichtet. Hier lieferten sich Bernd Lerke und Ralf Schmidt ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen. Im direkten Vergleich konnte sich dann Bernd Lerke durchsetzen. Den dritten Platz belegte Ottfried Tost gefolgt von Hansjürgen Keller, Andreas Schmalbrock und Reinhold Stricker.

Parallel läuft ein sogenanntes Thematurnier an. Wunsch-Eröffnungen werden aufgegriffen und den Teilnehmern mit ausführlichen Ausführungen zum jeweiligen Thema vorgestellt. Nach vorgegebenen Anfangszügen beginnt dann die Partie.

Interessenten können jederzeit in die Turniere einsteigen.

Schach in Zeiten von Corona

Liebe Schachfreunde,

den nachfolgenden Pressebericht habe ich zu Eurer Kenntnis aus den Westfälischen Nachrichten übernommen. Der Bericht, in dem auch unser Schachkollege Hansjürgen Keller zu Wort kommt, gibt Aufschluss über die derzeitige Situation im Schachsport in Zeiten von Corona.

Auch bei den Königsspringern wird seit Anfang März wieder online Schach gespielt. Neben der Online-Vereinsmeisterschaft mit der Zeitvorgabe 30 + 10 wird einmal wöchentlich ein Schnellschach/Blitzturnier ausgetragen. Auf diese Weise bleiben wir trotz Corona weiter in Verbindung.

Ich möchte Euch noch darauf hinweisen, dass die diesjährige Jahreshauptversammlung und der Maigang wie im letzten Jahr auf den September verschoben werden. Ich hoffe, dass wir uns dann wieder wie gewohnt treffen können.

Gruß Reinhold

WN : 10.04.2021 – Lokalteil Greven

Schach erfreut sich neuer Beliebtheit
Per Maus den Bauern verschieben

Mannschaftssport fällt aus, das Training findet nicht statt, die Fitnessstudios haben geschlossen. Aber nicht jedem Sport geht es durchweg schlecht – Schach erfreut sich neuer Beliebtheit. Auch bei den Jugendlichen. Aktuell müssen viele auf das Online-Angebot ausweichen.

Von Luca Pals

(Bild von André Röwekamp)

André Röwekamp spielt seit jüngsten Jahren Schach. Seit April 2017 ist er im Vorstand der Reckenfelder Schachfreunde. In der Corona-Zeit verlagert sich vieles, was zuvor in Präsenz stattgefunden hat, ins Internet. Foto: Luca Pals

„Blitz-Schach“ heißt die Spielart, die André Röwekamp gegen seinen Gegner spielt – drei Minuten für jeden Spieler, pro Zug gibt es zusätzliche Zeit: „Das geht enorm schnell“, sagt der 33-Jährige aus dem Vorstand der Reckenfelder Schachfreunde – „und es macht sehr viel Spaß.“ Vieles, was vor Corona in geselliger Runde stattfand, wird nun ins Internet verlegt. So auch beim Königsspiel, das sich in den vergangenen Jahren an neuer Beliebtheit erfreute. Gleiches kann Hans-Jürgen Keller bestätigen: „Schach ist im Kommen.“

Das ist auch in der Welt der Streaming-Dienste zu spüren. Die Serie „Das Damengambit“ kam 2020 raus und wurde zum Renner bei Netflix. Schach findet in der Öffentlichkeit also wieder statt, Keller weiß von einem Verkäufer, dem bereits die Schachbretter ausgegangen sind und sagt: „Gerade im Online-Bereich ist das Angebot sehr vielfältig.“ Der Vorteil: „Schach kann am Computer eins zu eins abgebildet werden. Das geht bei anderen Sportarten nicht.“ Trotzdem würde die Geselligkeit bei Turnieren und wöchentlichen Trainingsstunden fehlen, sagt der 69-Jährige, der seit 30 Jahren in Greven wohnt, seinem Stammverein, der SKK Nordwalde aber weiterhin die Treue hält.

Das Drumherum ist auch für Röwekamp ein Reiz, der nun fehlt: „Wir trainieren einmal die Woche, am Freitagabend gibt es den Senioren-Schach-Abend im katholischen Pfarrheim in Reckenfeld und unsere beiden Mannschaften spielen in der Verbands- und Bezirksklasse mit.“ Dass alles fällt weg, 21 Erwachsene und 14 Kinder und Jugendliche zählen die Schachfreunde Reckenfeld: „Natürlich hat man da die Sorge, dass die Jugend abspringt“, sagt Röwekamp, der im April 2017 in den Vorstand des Vereins eintrat und seitdem eine Bewegung feststellen konnte: „Damals hatten wir weniger Jugendliche, in den letzten Jahren konnten wir durch AGs und Turniere an Schulen einige dazugewinnen.“

Stichwort Schule: An manchen in Deutschland gab es bereits ein eigenes Unterrichtsfach zum Spiel mit Dame, Bauer, König und Springer.

Über die Gründe des gestiegenen Interesses mag Röwekamp nur mutmaßen: „Es kann nicht nur an Corona liegen, weil diese Bewegung schon vor der Pandemie begonnen hat. Manche Dinge kommen einfach mit den Jahren wieder.“ Keller meint: „Viele sind im Home-Office, wenige fahren in den Urlaub und entdecken mit der Zeit neue Dinge oder alte Hobbys für sich wieder.“

Normalerweise trainiert sein Verein in einem Seniorenheim in Nordwalde. Aufgrund von Corona ist daran natürlich nicht zu denken, auch in Schulen oder den ansonsten üblichen Lokalen können die Runden erst einmal nicht ausweichen. Keller zuckt mit den Achseln: „Vielleicht wenn ein Großteil geimpft ist.“

Er selber kann für Schach nur werben: „Der Sport ist so vielfältig, die Möglichkeit an Zügen sind unbegrenzt und eine Partie über vier Stunden ist natürlich auch sehr anstrengend und fordernd.“ Als Kind lernte er die ersten Züge vom Vater, beim Umzug nach Nordwalde trat er in den lokalen Verein ein, kümmert sich um die Pressearbeit und leitet das Jugendtraining. Der Effekt gerade im gehobenen Alter ist dieser: „Schach fordert und fördert natürlich das Gehirn enorm – da bleibt man frisch.“

Röwekamps Faszination sieht ähnlich aus: „Schach ist spannend, komplex und nervenaufreibend. Das Vorurteil, dass wir alle nur Nerds sind kann ich absolut nicht bestätigen.“ Neben Fußball beim SC Reckenfeld gehörte Schach immer schon dazu: „Mein Vater, Helmut Röwekamp, war 24 Jahre im Vereinsvorstand. Ich bin quasi mit Schach aufgewachsen und groß geworden.“ Die Kombination aus Fußball und Schach sei optimal gewesen: „Das Brettspiel hat mich nach dem Fußballtraining immer auch ein bisschen beruhigt.“

Deswegen hofft auch er, dass bald wieder die Möglichkeit in Präsenz zusammen zu kommen, gegeben sein kann.

Solange werden sie noch weiterspielen – unter anderem auf der kostenlosen Internetplattform Lichess. Hier kann gegen anonyme oder bekannte Personen gespielt werden. Die Seite bietet mittlerweile rund 20 Spielklassen mit Auf- und Abstiegen sowie für Neueinsteiger die passenden Schachgrundlagen und Tipps und Tricks zu Training und Taktik. Eben alles dabei – nur online.

Emsdettener Stadtmeisterschaft mit Keller und Schmidt

Das Internetschach boomt in Coronazeiten. Neben überregionalen Veranstaltungen findet in unserer Region die „Offene Sparkassen Stadtmeisterschaft Emsdetten 2021“ statt. Veranstaltet wird das Turnier vom Schachclub Rochade Emsdetten. Jeweils am Freitagabend spielen 44 Teilnehmer in neun Runden den Stadtmeister aus.

Die Bedenkzeit mit 30 Minuten + 10 Sekunden Inkrement gibt auch Spielern, die nicht das Blitzschach bevorzugen, eine Plattform. Garniert wird das Turnier auch durch einen Preisfond für die drei Erstplatzierten sowie von drei Ratingpreisen. Für den SKK Nordwalde sind Hansjürgen Keller und Ralf Schmidt am Start. Die Stadtmeisterschaft beginnt am 05. März.

Keller und Schmidt spielen in der Deutschen Schach-Online-Liga

Der Corona-Lockdown zwingt auch den Schachsport dazu, vorerst wieder ausschließlich auf die Angebote im Internet zurückzugreifen. Der Deutsche Schachbund veranstaltet eine zweite Auflage der „Deutschen Schach-Online-Liga (DSOL 2021)“ und gibt allen interessierten Vereinen die Gelegenheit, an bundesweiten Mannschaftskämpfen teilzunehmen.

Da der SKK Nordwalde für diesen Wettbewerb selbst keine Mannschaft gemeldet hat, haben sich Hansjürgen Keller und Ralf Schmidt für die Dauer des Turniers dem Eckernförder Schachclub als Gastspieler angeschlossen. Die Spiele mit jeweils 45 Minuten Bedenkzeit finden im ersten Quartal 2021 statt.

Der Schachklub aus dem hohen Norden feiert übrigens in diesem Jahr sein 100-jähriges Bestehen!